In Spanien scheint die Sonne nur für die Menschen !

Als ich 1983 in Palma de Gandia (Prov. Valencia) ein Haus mitten in den Orangenplantagen kaufte um meinen Lebensabend zu verbringen, konnte ich noch nicht ahnen, was mir dort alles an  traurigen Tiergeschichten widerfahren sollte.

Schon nach kurzem Aufenthalt fielen mir die zahlreichen frei herumlaufenden Hunde auf. Bald begriff ich, die herumaufenden Tiere waren alles ausgesetzte, teils verwilderte die niemandem gehörten und die auch keiner wollte.
Die Warnung eines spanischen Freundes, einfach nicht hinschauen, sofern wir unsere Ruhe haben wollten, die konnten wir damals nicht verstehen und auch heute noch nicht. Was sind das für Menschen die so denken ! Ja dann plötzlich sahen wir überall ausgesetzte Tiere, kranke-unterernährte-verletzte, von Zecken befallen und auch viele tote. Wir fühlten uns immer mehr verpflichtet etwas zu tun und so begannen wir Tiere aufzunehmen und zu betreuen.

     
Gründung eines eigenen Tierschutzvereines
 

Kurz nachdem wir für immer nach Spanien ausgewandert waren, gründeten wir unseren eigenen Tierschutzverein. Wir, das sind meine Frau Evelyne als Präsidentin und ich. Ein Versuch mit Spaniern zusammen etwas aufzubauen scheiterte. Die ersten fünf Jahre machten wir nun immer öfters Fahrten mit unserem Wohnmobil in die Schweiz und nahmen dabei Hunde mit,  für die wir per Inserate Plätzli suchten. Anfangs hatten wir sogar einige Personen die uns helfen wollten und alles immer besser wussten. Nun sind wir 18 Jahre alleine und so wird es auch bleiben, dafür aber haben sich im Laufe der Jahre viele liebe Leute in der Schweiz als treue Abnehmer für unsere Tiere und auch als Spender für unsere Sache engagiert, was uns erlaubt immer weiter zu machen. Also ohne die Hilfe aus der Schweiz wäre unser ganzes Projekt völlig unmöglich!

     
Staatliche Entsorgung  per Tierschutzgesetz
 

Seit 1998 ist im Land Valencia ein Abkommen  von etwa 50 Gemeinden mit der Provinzverwaltung  unterzeichnet worden. Damit wird die wöchentliche  „Entsorgung“ freilaufender Hunde, aber auch unerwünschte eigene Tiere geregelt. Man ruft den Abholservice und hat keine Sorgen mehr basta!!. Ein privates Unternehmen befreit die Strassen und Strände vor den lästigen (tourismushämmmenden) Vierbeinern. Das Tierschutzgesetz schreibt vor, dass die Tiere nach 10 Tagen „entsorgt“werden müssen, wie ? das ist für die Barbaren der Spanier kein Problem, Tierquälerei ist  hier Tradition und darf auch heute noch nicht kritisiert werden. Natürlich kommen nun vermehrt Leute zu uns mit Ihren Tieren, weil Sie doch nicht wollen, dass Ihr Tier getötet wird, darnach aber ist die Sache für Sie erledigt!

     
Unser Wirken in Palma de Gandia
 

Unser Tierschutzverein ist zwar staatlich registriert, aber Unterstützung bekommen wir absolut keine, ausser einigen wenigen privaten Personen aus der Region, aber jedes Jahr kommen neue hinzu! Die Gemeinde und die Behörden legen uns laufend Steine in den Weg, die wir ruhig immer wieder zur Seite tun.  Die Vorwürfe, wir würden Tiere für Versuche in die Schweiz bringen enden nie, auch glaubt keiner dass man so etwas machen kann ohne daran Geld zu verdienen. Wir müssen aber auch nicht von den Spendengeldern leben, denn wir haben lange genug gearbeitet und gespart dass wir gut in die Zukunft sehen. Alle Spendengelder kommen unseren Tieren zu Gute.  In den letzten 18 Jahren haben wir auf über 8000qm Gehege, Ausläufe, Schlafhäuser, Schatten und Regendächer, Wasser und Elektroversorgung und vor allem hohe Schutzmauern gebaut. In der Zwischenzeit beherbergen wir nicht nur Tiere die vermittelt werden können, sondern auch viele die ihren Lebensabend bei uns verbringen dürfen: ALTE, KRANKE, TRAUMATISIERTE, GEBRECHLICHE, einfach alle die niemand will, aber die auch haben ein Recht auf einen schönen Lebensabend. Wir meinen, auch das ist Tierschutz und nicht nur Massenabfertigung. Damit dies möglich ist, leben wir hier auf dem Gelände, sind also immer bei den Tieren, ausser in der Nacht, da schlafen alle in ihren persönlichen Flug-Boxen in den Schlafhäusern. Die Tiere lieben die Geborgenheit der Boxen und  werden dabei auch sauber. Die spätere Flugreise in die Schweiz ist somit auch problemlos.
Tagsüber sind die Tiere gemischt in grossen Gehegen, sie lernen so das Zusammenleben im Rudel, Nachwuchsprobleme gibt es nicht, denn alle werden kastriert. Aber auch alle Impfungen bekommen unsere Tiere, inkl. einem 2 fachen Bluttest für die hier existierende, tötlichen Krankheit der Leishmaniose, einer Art Aids der Hund. Alle Tiere bekommen den heute obligatorsichen MICRO-CHIP.

     
Unterstützung für unser Projekt
 

Seit 18 Jahren verkaufen wir jeden Sonntag auf unserem Flohmarkt Material, dieses kommt nun mehrheitlich aus unserer Region. Die Lieferungen aus der Schweiz wurden immer teurer. Liebe hilfsbereite Leute sammeln für unsere Tiere das ganze Jahr hindurch Flohmarktsachen aller Art. Mit dem Erlös des Flohmarktes und den Spenden aus der Schweiz ist es uns möglich den Tieren zu helfen.
Die Spanier tun gar nichts, denen sind  nur Fussball,  Fiestas,  und religiöse Shows wichtig , seien sie noch so tierquälerisch.
Tradition, dahinter versteckt sich der Spanier - wieso – warum - weshalb das kümmert Ihn nicht. Aber „stolz“ sind Sie !!!

 

Wir sind auf Ihre Spenden angewiesen: Spendenkonto App. KB :    IBAN: CH78 0076 3605 5008 32907
  Der Bankverwalter kennt uns schon seit 40 Jahren und hat uns auch schon besucht !

 

TIERSCHUTZVEREIN PALMA DE GANDIA, Casillero 39 – Marxuquera, E 46724 Palma de Gandia (Val.) España
e-mail: carloswunderli@telefonica.net  //  http:// www.tierelendspaninen.ch.vu  //  Tel/Fax  +34 – 96 – 280 87 92